Seine Exzellenz Karl Alexander von Burchtorff


16.05.1822 (Regensburg)
† 11.12.1894 (München)

Präsident der oberfränkischen Kreisregierung von 1876 - 1893

Bereits im Mai 1891 überlegt die Stadt Bayreuth, wie sie ihren Regierungspräsidenten für seine Verbundenheit ihr gegenüber danken soll. Denn au 20. Mai 1891 begeht Karl Alexander von Burchtorff sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Die Stadt Bayreuth in Vertretung des Magistratsrates und des Bürgermeisters Muncker beratschlagt, wie man Burchtorff Dank und Ehre ausdrücken könnte. Bürgermeister Muncker schreibt an die Stadt Bamberg und erkundigt sich, wie Bamberg den Regierungspräsidenten von Oberfranken zu ehren gedenke. Bamberg antwortet, dass das Jubiläum nicht in besonderer Weise begangen werden soll, da es fast mit dem 70. Geburtstag des Jubilars zusammenfalle. Und da Karl Alexander von Burchtorff kein Freund von großen Feiern sei, wolle man sich begnügen, seinen 70. Geburtstag ehrenvoll zu feiern. Mit dieser einen Feier sei der Regierungspräsident einverstanden.

Also übersendet die Stadt Bayreuth zum Dienstjubiläum des Regierungspräsidenten nur ein Glückwunschschreiben mit folgendem Wortlaut:
"Euer Exzellenz wollen am heutigen Tage, an welchem Euer Exzellenz in hoher staatlicher Stellung, ausgezeichnet von unserem allergnädigsten Regenten und Landesherrn und geliebt und verehrt von allen Angehörigen des Kreises Oberfranken auf eine 40-jährige verdienstvolle und segensreiche Tätigkeit zurückblicken, die Glückwünsche der beiden Gemeindekollegien der Stadt Bayreuth hochgeneigtest schriftlich entgegennehmen, nachdem es nicht möglich ist, durch eine Abordnung persönlich die Gefühle des Dankes und der Verehrung zum Ausdruck zu bringen..."
Erst ein Jahr später, am 16. Mai 1892 kann Bayreuth Karl Alexander von Burchtorff eine sehr würdige Ehrung zuteil werden lassen, nämlich die Verleihung des Ehrenbürgerrechts, die höchste Auszeichnung also, die eine Stadt einem ihrer Bürger überreichen kann. Am 28. März 1892 beschloss der Magistratsrat zur Ehrung Seiner Exzellenz zum 70. Geburtstag folgendes:

"Es sei Seiner Exzellenz, dem königlichen Regierungspräsidenten Herrn Karl Alexander von Burchtorff, zum Dank für seine Teilnahme an dem Geschicke der Stadt Bayreuth und für die vielfachen Beweise der huldvollsten Fürsorge für deren Wohlergehen das Ehrenbürgerrecht der Kreishauptstadt Bayreuth zu verleihen."

Karl Alexander von Burchtorff wurde am 16. Mai 1822 in Regensburg geboren (Bekenntnis katholisch). Sein Vater, Friedrich von Burchtorff, war fürstlich Taxisscher Stallmeister bei den Fürsten von Thurn und Taxis. Seine Mutter war Wilhelmine Oberst. Er besuchte ein Gymnasium in Regensburg und studierte von 1839 bis 1844 an der Universität München Rechtswissenschaften. Seinen Staatskonkurs legte er 1846 mit der Note eins ab. Die beiden Praxisjahre von 1844 bis 1846 leistete er beim Landgericht Stadtamhof und beim Rentamt in Regensburg ab. Als Akzessist war er zunächst bei der Regierung der Oberpfalz in der Kammer des Inneren und dann als Assistent und Funktionär im Innenministerium tätig. 1851 wurde er zum ersten Sekretär ernannt.

Am 24. Mai 1852 heiratete er in Regensburg Amalie Freiin von Hirschberg, Tochter von Ernst Freiherr von Hirschberg, Herr auf Kaibitz, und Caroline Freiin Lochner von Hüttenbach und hatte mit ihr zwei Söhne und eine Tochter. Seine berufliche Laufbahn setzte er 1853 in Sulzbach beim Landgericht als erster Assessor fort. Drei Jahre später, 1856, wurde er Landrichter in Schillingsfürst. Noch im selben Jahr wurde er in dieser Funktion nach Brückenau versetzt. 1864 kommt er als Regierungsrat an die Regierung von Schwaben, wieder in die Kammer des Inneren. Ein Jahr darauf ist er Polizeidirektor in München und 1673 Regierungsdirektor bei der Regierung von Oberbayern. Den steilen Weg seiner Karriere beschließt er als Regierungspräsident von Oberfranken. Von 1876 bis 1893, siebzehn Jahre also, leitete er in dieser Funktion die Regierungsgeschäfte in Bayreuth. Als er 1893 in den Ruhestand trat, zog er sich nach München zurück, wo er am 11. Dezember 1894 verstarb.

Quelle: 31

Erheblich mehr Zeit in seinem Amt als Regierungspräsident von Oberfranken als seinem Vorgänger Hugo Frhr. von Herrmann blieb seinem Nachfolger Carl Alexander von Burchtorff. Er wurde am 16.05.1822 als Sohn eines Fürstlich Taxisschen Stallmeisters in Regensburg geboren. Nach Schulzeit in Regensburg, Studium in München und Praktikum am Landgericht Stadtamhof und Rentamt Regensburg begann von Burchtorff seine berufliche Laufbahn als Akzessist 1848 bei der Regierung der Oberpfalz in der Kammer des Innern. 1853 wurde er 1. Assessor beim Landgericht Sulzbach, 1856 Landrichter in Schillingsfürst und im selben Jahr noch in Brückenau. 1864 kam der spätere oberfränkische Regierungspräsident als Regierungsrat zur Kammer des Innern bei der Regierung von Schwaben, 1867 wurde er Polizeidirektor in München und 1873 gleichfalls in München Regierungsdirektor bei der dortigen Kammer des Innern. 1876 schließlich wurde Carl Alexander von Burchtorff zum Regierungspräsidenten von Oberfranken ernannt und blieb dies 17 Jahre lang, bis er im Jahr 1893 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Im darauffolgenden Jahr verstarb v. Burchtorff in München. Nachfolger wurde Frhr. Rudolph von Roman.

Quelle: 90