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| * 1691 (Eisleben) -
† 12.12.1761 (Bayreuth ?) |
Friedrich Elias Dietzel wurde 1691 in Eisleben als Sohn eines Druckers geboren. Im sächsischen Halle lernte er selbst das Drucken. Die weiteren Stationen seiner Druckerlaufbahn waren Rämhilden (1727), Nürnberg-Fürth (1729) und kulmbach (1731). Als im Frühjahr 1737 der Bayreuther Hofbuchdrucker Schirmer verstarb, wurde seiner Witwe „aus Gnaden und Mitleid“ gestattet, den Betrieb ihres Mannes weiterzuführen, — falls sie einen „geschickten Faktor“ als technischen Leiter der Druckerei einstellen würde. Sie besetzte die Stelle mit dem 46jährigen Dietzel. Fünf Jahre danach, 1742, kaufte Dietzel die Druckerei der Witwe für 770 Gulden ab. Das bewegliche Inventar bestand aus 2 Druckpressen mit Messingspindel, 31 Zentner 34 Pfund Bleibuchstaben in Schubkästen, 9 Zentner 15 Pfund abgelegte Schriften, 1 kästchen mit Holzbuchstaben, 22 Schubladen mit geschnittenen Bildstöcken, 11 Winkelhaken. Am 16. Januar 1742, drei Tage nach dem kauf, wurde ihm auch die zur Schirmerschen Druckerei gehörige Druckerlaubnis, das Privilegium überschrieben, — gegen Bezahlung von 1.200 Gulden an die markgräfliche Kasse. Da sein Privilegium die Zusicherung enthielt, daß in der Residenzhauptstadt Bayreuth keine zweite Druckerei errichtet werden dürfe, war Dietzel (zum Arger des Zeitungsverlegers) zugleich zum Inhaber des Druckmonopols geworden. Friedrich Elias Dietzel druckte nun für den Fürstenhof, die Regierungskanzlei, das Gymnasium, das Waisenhaus, die Universität und für das Hochfürstliche Bayreuther Zeitungs-Comtoir. Nach schweren Attacken des Zeitungsverlegers wurde Dietzels Monopolstellung 1754 gebrochen. „Von der fliegenden Gicht ganz aufgerieben „starb Dietzel am 12. Dezember 1761. Es gelingt seinem Erzrivalen Brunner, der schon die Zeitungsdruckerei besitzt, auch die Hofbuchdruckerei an sich zu reißen und dadurch zum „wahren Dominus“ ‚ zum Halter des Druckmonopols zu werden.