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| 16.10.1922 (Mistelbach) |
Ehrenbürger, Stadtrat und Lehrer am Gymnasium Christian Ernestinum (Französisch). Hat sich sehr für die Städtepartnerschaft Bayreuth-Annecy eingesetzt.
Färber wurde am 16.10.1922 in Mistelbach geboren. Er studierte
Englisch, Französisch und Philosophie, um nach dem Krieg und einem
zweijährigen Gastspiel in Coburg an jene Schule als Lehrer zurückzukehren,
die er schon als Schüler besucht hatte: ans Gymnasium Christian Ernestinum.
Dem GCE hielt er denn auch bis zu seiner Pensonierung als Studiendirektor
und stellvertretender Schulleiter die Treue.
1966 Wurde Färber in den Bayreuther Stadtrat gewählt, dem
er bis 1996 regelmäßig angehörte. Bemerkenswert: Er heimste
von Wahl zu Wahl mehr Stimmen ein. Von 1972 an fungierte er als Bürgermeister- stellvertreter,
von 1978 bis 1996 zudem als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der
Bayreuther Gemeinschaft. Als verdienter Kommunalpolitiker gehörte
er im Laufe seiner kommunalpolitischen Laufbahn unzähligen Ausschüssen,
Kommissionen, Beiräten und Aufsichtsräten an.
Färber ist Träger einer großen Zahl hoher Auszeichnungen. So wurde ihm
1986 der Goldene Ehrenring der Stadt, 1987 das Bundesverdienstkreuz am
Bande und 1996 die Ehrenbürgerschaft in Bayreuth verliehen. Im gleichen
Jahr wurde er - und das kommt sehr, sehr selten vor - auch zum Ehrenbürger
der Partnerstadt Annecy ernannt. Für seine Verdienste um die deutsch-französische
Freundschaft erhielt Färber im Jahr darauf den Ritterschlag der französischen
Staatsregierung: Peter Färber - der Ritter der Ehrenlegion.
Die Ehrung erfolgte aus gutem Grund. Färber war und ist einer
der Motoren der überaus erfolgreichen Partnerschaft zwischen Bayreuth
und Annecy. Dass diese Partnerschaft vor dem Hintergrund einer überaus
heiklen Ausgangslage - Annecy ein Hort des Widerstands gegen Hitler-Deutschland,
Bayreuth eine Stadt, in der Hilter ein- und ausging - so wunderbar zum
Blühen kam, dass sie mehr als 30 Jahre trägt, ist ein Verdienst
von Färber und seinen Partnern auf französischer Seite.
Zum Geburtstag, den er auf dem Herzogkeller feierte - dem gastronomischen
Reich seines Sohnes Jo - wünschte sich Färber von seinen geladenen
Gästen übrigens statt Geschenken Spenden für die Aktion
"Menschen in Not". Rund 600 Euro kamen dank diieser großherzigen
Geste für das KURIER-Hilftwerk zusammen. (gdm)