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† 31.07.1886 (Bayreuth) |
Bekannter Musiker und Vater von Cosima Wagner.
Der Komponist Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 im ungarischen Raiding im Burgenland geboren. Er studierte Klavier, Musiktheorie, Harmonielehre und Komposition in Wien, unter anderem bei Carl Czerny. Nach Konzertreisen durch England und Frankreich blieb er in den 1830er Jahren in Paris, wo er neben Balzac und Heine auch Chopin und Berlioz kennenlernte. 1834 lernte er Marie D'Agoult kennen, die als Schriftstellerin unter dem Namen Daniel Stern bekannt wurde. Ab 1835 lebten sie zusammen in Genf und Italien und bekamen drei Kinder, darunter Cosima, die spätere Frau Richard Wagners. 1842 wurde Liszt zum Hofkapellmeister in Weimar ernannt. Nach einer enttäuschten Beziehung zur Fürstin Sayn-Wittgenstein nahm Liszt 1859 die niederen geistlichen Weihen und lebte fortan als Abbé Liszt in Rom, Budapest, Weimar und Bayreuth. 1875 wurde er Präsident der ungarischen Musikakademie in Budapest. Sein kompositorisches Schaffen umfasst Orchester-, Vokal-, Orgel- und Klavierwerke sowie Werke für Klavier und Orchester. Liszt starb am 31. Juli 1886 in Bayreuth. Eine Gedenktafel befindet sich am Eckhaus der Liszt- und Wahnfriedstraße. Die Grabkapelle befindet sich im Friedhof der Stadt.
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Quelle: 28,80 und www.klassik.com
ein Bayreuth-Link
über Franz Liszt
http://www.thomas-kaiser.com/liszt.html
Franz Liszt, geboren am 22. Oktober 1811, entstammt
einem ehemaligen Adelsgeschlecht. Liszt war allseits beliebt, er
erhielt zahlreiche Orden und Ehrungen und hatte durch seine
ritterliche Großherzigkeit keine Feinde. Franz Liszt umgab sich
gern mit der Aura heißblütigen Magyarentums und oft wird
das ungarische Ödenburg oder Sopron als sein Geburtsort angegeben.
Und dennoch pulsierte nicht ein Tropfen ungarischen Bluts in ihm.
Seine Eltern waren Österreicher und auch sein Geburtsort Raiding
nur wenige Kilometer von Sopron entfernt, gehörte zwar zeitweilig
politisch zu Ungarn, aber letztlich doch bis heute zum Burgenland.
Sein Vater, ein selbst musikkundiger Beamter, unterrichtete Franz seit
dessen sechsten Lebensjahr. Schon mit neun Jahren gab er in
Ödenburg (Sopron) ein Konzert. Der Erfolg und die Gunst des
Esterhazyschen Hauses machten es möglich, dass der junge Liszt in
Wien von dem berühmten Carl Czerny Musikunterricht erhielt. In
seinem Abschiedskonzert kam der alte Beethoven auf das Podium und
küsste den jungen Künstler vor Begeisterung. Von Wien zogen
die Eltern mit dem jungen Franz nach Paris. Dort begeisterte sich der
"feurige" Jüngling an der poetischen Indiviudualität Chopins
oder an der Ausstrahlung des Geigerkönigs Paganini. Franz Liszt
wollte der Papagini des Pianoforte werden.
Im Jahr 1834 lernte er Marie D Agoult kennen, die als
Schriftstellerin unter dem Namen Daniel Stern bekannt wurde. Ab 1835
lebten sie zusammen in Genf und in Italien bekamen sie mit Blandine Rachel
(1835), der späteren Wagner-Gattin Cosima (1837) und Daniel (1839) drei Kinder.
Ab 1839 lässt er die Familie allein, um "Reisefreiheit" zu haben und feierte mit
seinen Konzerten in ganz Europa beispiellose Triumphe. Er war - ganz im
Gegensatz zu Richard Wagner - ohne finanzielle Sorgen. Er wurde von den Frauen
geliebt und von Musikfreunden bis zur Hysterie vergöttert. Der namhafte
Musikkritiker Eduard Hanslick bezeichnete ihn als "unstreitig bekannteste
Persönlichkeit in Europa". Er erhält 1842 die Ehrendoktorwürde in Königsberg und
nimmt noch im gleichen Jahr an der Weimarer Oper die Stelle des künstlerischen
Leiters an.
Im Jahr 1847 lernt er die Fürstin Carolyne von Sayn-Wittgenstein
kennen, die zwei Jahre später mit ihrer Tochter Marie zu Liszt
nach Weimar zieht. 1861 scheitert die zu seinem 50. Geburtstag
vorgesehene Hochzeit mit Carolyne, die er in seinem Testament zum
Ärger Cosimas dennoch als "Universalerbin" einsetzt.
Im Jahr 1863 bezog Liszt seinen Wohnsitzin Rom: Pabst Pius IX.
verlieh ihm sogar am 25. April 1865 die niederen Weihen und die Würde eines
Abbés, so dass sich der Wunsch seiner Jugend, den Priesterstande anzugehören,
noch erfüllte. Später siedelte Abbe Liszt nach Pest über. Der Enthusiasmus der
Ungarn, die Liszt als ihren berühmten Landsmann vereinnahmten, kannte keine Grenzen. 1875
wurde er Präsident der ungarischen Musikakademie in Budapest.
Liszt starb anlässlich eines Besuches der Wagner-Festspiele am
31. Juli 1886 in Bayreuth. Im Sterbehaus an der Ecke
Wahnfriedstraße - Lisztstraße befindet sich heute das
Lisztmuseum.
StM.
Quelle: 6 (Anzeiger vom 29.10.03)
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| Das Grab Franz Liszts auf dem Bayreuther Stadtfriedhof |