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| * 25.01.1886 (Berlin)
† 30.11.1954 (im Sanatorium Ebersteinburg bei Baden-Baden) |
Wilhelm Furtwängler, Generalmusikdirektor, Dirigent und langjähriger Leiter der Gewandhauskonzerte in Leipzig und der Konzerte der Berliner Philharmoniker, dirigierte auch bei den Richard-Wagner-Festspielen.
Drei Hügel-Götter am Gartentisch mit Winifred Wagner: von links: Wilhelm Furtwängler, Heinz Tietjen, Winifred Wagner und Arturo Toscanini.
Wilhelm Furtwängler wurde am 25. Jan. 1886 in Berlin als Sohn des
Archäologen Adolf Furtwängler geboren. Die Familie entstammt
einem alten Schwarzwälder Bauerngeschlecht. In München genoss
er seine musikalische Ausbildung, zuletzt bei Max von Schilings.
Quelle: 2,8,19,22,37 und Youtube
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/FurtwaenglerWilhelm/
http://www.klassik.com/de/magazine/people/furtwaengler/bio.htm
http://www.bach-cantatas.com/Bio/Furtwangler-Wilhelm.htm
http://www.zb.unizh.ch/SONDERSA/musik/furtwaengler/furtwaengler.htm
http://www.wfsa.org/
Im Dritten Reich gab es keineswegs nur entweder "Nazis" oder Widerstandskämpfer", sondern viele versuchten eine Art Mittelweg zu gehen, um unter den gegebenen Umständen leben zu können, ohne zuviel von sich selbst aufzugeben. Aber die Grenzen waren sehr fließend; ein tragisches Beispiel dafür ist Furtwängler, der lange Jahre an den Bayreuther Festspielen mitwirkte.
Furtwängler - neben Toscanini wohl der berühmteste Dirigent
seiner Zeit - war bei den Nationalsozialisten nicht beliebt. Sie brauchten ihn
jedoch, da sie zahlreiche Koryphäen (Walter, Busch, Kleiber, Klemperer etc.)
vertrieben hatten und kaum über Dirigenten von internationalem Rang verfügten.
Furtwängler setzte sich mit seiner Autorität gegen die Nationalsozialisten
durch, indem er sie weitgehend ignorierte. Aber eben nur "weitgehend". Dass er
1935 auf dem Reichsparteitag in Nürnberg dirigierte und auch an repräsentativen
Musikveranstaltungen in Berlin beteiligt war, macht - bei allen Bekenntnissen, die er gegen
die Nationalsozialisten vorbrachte - sein Verhältnis zum Dritten Reich leicht
ambivalent.
Furtwängler fühlte sich durchaus als Gegner der Nazis und
meinte, wenn er ein paar Mal mehr oder weniger öffentlich seine
Ablehnung zeigte, habe er, der sich ja als unpolitischer Mensch
verstand, genug getan. Dass er sich - ein Vertreter deutschen
Bildungsbürgertums, der sich als Sachwalter deutscher Kultur
verstand - durch sein Bleiben in Deutschland und durch sein Dirigieren
bei offiziellen Anlässen in den Augen der Öffentlichkeit auf
die Seite der Machthaber stellte, war ihm wahrscheinlich nicht
ausreichend klar. Furtwängler selbst wies später erbittert
darauf hin, er habe mehr und deutlicher als irgend ein anderer
Künstler in führender Position der Kulturpolitik des Dritten
Reiches widersprochen, und zwar öffentlich.