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Fotograf
Gottlieb Theodor Hase, der 1848 in Bayreuth seine
Dienste anbot, ist ein Beispiel für die Wandlung eines
Porträtmalers zum Fotografen. Am 8. November kündigte er
seine Ankunft an:
"Ich male Portraits in Öl, Aquarell,
Pastell, Miniatur auf Elfenbein, Kreide- und Bleistiftzeichnungen in
beliebigen Formaten. Ferner fertige ich Daguerrotypien aller Art,
führe auch nach denselben Bilder ins Größere aus."
(Bayreuther Zeitung, 14.08.1845)
Im Jahr 1849, als er einige
Zeit in Bamberg tätig war, empfahl er sich dem dortigen Publikum
mit einer "Kunstanzeige", in der sich der Wandel in seiner Profession
dokumentierte: "Vorzüglich beschäftige ich mich mit
Photographieren sowohl auf Metall als auch auf Papier und kann
hierüber die genügendsten Zeugnisse vorzeigen." (Bayreuther
Zeitung, 20. und 22.08.1845) Hinweise auf gemalte Bildnisse fehlen von
nun an in seiner Werbung.
Danach ließ er sich mehrere Jahre
in Würzburg nieder, wo er ebenfalls nur noch als Fotograf
gearbeitet zu haben scheint:
"Infolge der neuerer Zeit
erhaltenen Aufträge, sehe ich mich veranlasst, meinen Aufenthalt
noch um einige Zeit zu verlängern und empfehle mich hiermit
ergebenst zu ferneren geehrten Aufträgen für fotografische
Portraits auf Papier sowie auf Metall. (Bayreuther Zeitung, 16.05.1846).
Nach
1852 verließ er Würzburg und arbeitete in Freiburg für
Professor Heinrich Jakob Müller. Er stellte wissenschaftliche
Aufnahmen her, z. B. vom Spektralbereich des Sonnenlichts. Bekannt
wurde Hase durch seine Landschaftsaufnahmen vom Schwarzwald, die in
Berlin auf der Internationalen Fotografie-Ausstellung 1865 gezeigt
wurden.
Quelle: 26