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| vlnr: Siegfried Wagner, Winifred Wagner, Heinrich Bales |
| * 19.06.1872 (Köln) † 26.11.1954 (Rhöndorf-Rhein) (nach Quelle 31 † am 27.11.1954) |
Heinrich Bales kam im Jahre 1924 zus ersten Mal nach Bayreuth; in dem Jahr, in dem die Festspiele nach dem 1. Weltkrieg wiedereröffnet wurden. Er war begeistert von dem, was er im Festspielhaus gesehen hatte. Es dauerte nicht lange, und er wurde durch seine begeisterte Anteilnahme und durch sein feinsinniges künstlerisches Verständnis ein enger Freund Siegfried Wagners und des Hauses Wahnfried. Der Fabrikbesitzer Heinrich Bales aus Köln, der zu Lebzeiten seinen Wohnsitz als Nachbar Konrad Adenauers in Rhöndorf bei Bonn hatte, wurde nach seinem Tod nach Bayreuth überführt - wie er es sich gewünscht hatte - und neben der Grabstätte seines Freundes Siegfried Wagner beigesetzt. Heinrich Bales war ein sehr großer Förderer der Richard-Wagner-Gedenkstätte, zu deren Aufbau er mit großer finanzieller Unterstützung beträchtlich beigetragen hatte. Er stellte im Laufe der Zeit ein recht beträchtliches Vermögen für diese Stätte zur Verfügung. Er stiftete die Hälfte seines Vermögens zum Ankauf wertvoller Autographien, Manuskripte und Briefe. Auch das Ölbildnis der Mutter Wagners, Zumbuschs Wagnerbüste und Lenbachs Wagnerportrait sowie die erste Niederschrift der Senta-Ballade sind Geschenke des großen Verehrers Wagners. Außerdem war er ständig darum bemüht, wertvolle Handschriften Richard Wagners ausfindig zu machen und er verhinderte oft ihren Verkauf ins Ausland, indem er sie erstand und nach Bayreuth schickte. Bereits am 22. August 1928 würdigte die Stadt Bayreuth Bales Verdienste um die Richard-Wagner-Gedenkstätte und ernannte ihn zum Ehrenbürger.
Die Stadtratssitzung vom 22. August 1928 begrändete diesen Entschluss so:
"Die Goldene Bürgermedaille verbunden mit dem Ehrenbürgerecht
wurde ... verliehen:
Herrn Heinrich Bales in Köln, der durch überaus reiche Zuwendung
... den Richard Wagner Saal unablässig gefördert und der Stadt
Bayreuth besondere Treue und Opferfreudigkeit bekundet hat."
Auf einer Ehrentafel aus Bronze, die die Stadt 1930 aus Dankbarkeit
am Eingang der Richard-Wagner-Gedenkstätte hatte errichten lassen,
findet sich ein Zitat aus den »Meistersingern«, das treffend
die Gesinnung dieses Mannes kennzeichnet: "Was wert die iunst und was sie
gibt, das war ich der Welt zu zeigen gewillt". Die Tochter von Ehepaar Bales ist Frau Ursel Gossmann.
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| Grab von Heinrich und Margarethe Bales auf dem Bayreuther Stadtfriedhof |