Zusammen mit
Ludwig Siebert und
Hans Schemm
bekam Hans Georg Hofmann am 23. Mai 1933 die Ehrenbürgerwürde
verliehen. Die Gründe der Verleihung sind rein ideologischer Art
und dem Zeitgbist entsprechend:
Oberbürgermeister
Dr. Schlumprecht befürwortete den Antrag "mit großer Freude", da Regierungspräsident Hofmann
"durch seine Verdienste um den Aufbau der SA als der Truppe der
nationalsozialistischen Bewegung, die durch ihren unerbittlichen Kampf
und ihr zähes Aushalten den Aufstieg ermöglicht hat."
Hans Georg Hofmann wurde am 27. September 1873 in Hof geboren. Das
humanistische Gymnasium absolvierte er 1893 in Bamberg. Danach
schließt sich der Besuch der Kriegsschule in München an. Mit
dem Rang eines Fähnrichs verlässt Hofmann sie am 2. Februar
1895. Einen Monat später erfolgt die Ernennung zum Leutnant. Am 1.
Weltkrieg nimmt Hofmann aktiv als Hauptmann und später als Major
teil und kehrt im Januar 1919 aus einer dreimonatigen englischen
Gefangenschaft nach München zurück. Hier schließt er
sich als Bataillonskommandeur dem Freikorps Epp an, unter dessen
Leitung er im Juni 1919 gegen Revolutionäre in Hamburg
kämpft. Einen Monat wird Hofmann in Passau stationiert. 1920 lernt
er in der "Dreiflüssestadt" Hitler erstmals kennen.
1922 erfolgt die Ernennung zum Oberstleutnant, 1923 die zum
Kommandanten der Festung Ingolstadt. Im Zusammenhang mit dem
gescheiterten Putschversuch der NSDAP am 9. November 1923 versucht er
den Zusammenstoß zwischen Reichswehr und Nationalsozialisten
einzudämmen - er erwirkte die Einstellung des Feders der
Reichswehr an der Feldherrnhalle -, wofür ihm am 20. April 1939
der Blutsorden verliehen wurde. Am l8. Januar 1926 entlässt man
ihn mit dem "Charakter als Oberst" aus dem Heerdienst. In den folgenden
Jahren stellt sich Hans Georg Hofmann Hitler ganz zur Verfügung.
Er wurde Führer der bayerischen SA, die damals noch nicht
organisiert war, bildete SA-Trupps in Niederbayern, Oberpfalz und
Unterfranken und avancierte schließlich zum
SA-Obergruppenführer und endlich zum Chef der SA in ganz
Süddeutschland einschließlich der Pfalz. Als Inspekteur der
SA für Bayern und Sachsen ab Januar 1933 überträgt die
herrschende Partei ihm im April 1933 das Amt des
Regierungspräsidenten von Ober- und Mittelfranken.
Die Zeitung "Frankisches Volk" schreibt am 11. April 1933 folgendes:
"Im Laufe des heutigen Montag übernahm der neue kommissarische
Regierungspräsident Oberst Hofmann die Geschäfte der
Kreisregierung von Mittel- und Oberfranken, nachdem sich bereits um
neun Uhr vormittags der bisherige Staatsrat Dr. Röhmer
[Regierungspräsident von Mittelfranken von 1928 bis zum 31.
Dezember 1932, Regierungspräsident von Ober- und Mittelfranken vom
1. Januar bis zum 11. April 1933] von seinen Beamten und Mitarbeitern
verabschiedet hatte."
Nur Kurze Zeit - bis Juni 1934 - leitete Hofmann die
Präsidialgeschäfte; er versuchte gerecht zu sein und
bemühte sich, Negativa abzuwenden.
Im Juli 1934 wurde er als Staatssekretär zum Reichsstatthalter Epp
abberufen. Auch hier versuchte er den geringen noch möglichen
Einflus im bestmöglichsten Sinne auszuüben. 1937 verlieh ihm
Hitler den Titel eines Generalmajors.
Am 31. Januar 1942 verstirbt Hans Georg Hofmann wird mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt.