Hans Georg Hofmann


* 27.09.1873 (Hof)
† 31.01.1942

Regierungspräsident von Ober- und Mittelfranken

Zusammen mit Ludwig Siebert und Hans Schemm bekam Hans Georg Hofmann am 23. Mai 1933 die Ehrenbürgerwürde verliehen. Die Gründe der Verleihung sind rein ideologischer Art und dem Zeitgbist entsprechend:

Oberbürgermeister Dr. Schlumprecht befürwortete den Antrag "mit großer Freude", da Regierungspräsident Hofmann

"durch seine Verdienste um den Aufbau der SA als der Truppe der nationalsozialistischen Bewegung, die durch ihren unerbittlichen Kampf und ihr zähes Aushalten den Aufstieg ermöglicht hat."

Hans Georg Hofmann wurde am 27. September 1873 in Hof geboren. Das humanistische Gymnasium absolvierte er 1893 in Bamberg. Danach schließt sich der Besuch der Kriegsschule in München an. Mit dem Rang eines Fähnrichs verlässt Hofmann sie am 2. Februar 1895. Einen Monat später erfolgt die Ernennung zum Leutnant. Am 1. Weltkrieg nimmt Hofmann aktiv als Hauptmann und später als Major teil und kehrt im Januar 1919 aus einer dreimonatigen englischen Gefangenschaft nach München zurück. Hier schließt er sich als Bataillonskommandeur dem Freikorps Epp an, unter dessen Leitung er im Juni 1919 gegen Revolutionäre in Hamburg kämpft. Einen Monat wird Hofmann in Passau stationiert. 1920 lernt er in der "Dreiflüssestadt" Hitler erstmals kennen.

1922 erfolgt die Ernennung zum Oberstleutnant, 1923 die zum Kommandanten der Festung Ingolstadt. Im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putschversuch der NSDAP am 9. November 1923 versucht er den Zusammenstoß zwischen Reichswehr und Nationalsozialisten einzudämmen - er erwirkte die Einstellung des Feders der Reichswehr an der Feldherrnhalle -, wofür ihm am 20. April 1939 der Blutsorden verliehen wurde. Am l8. Januar 1926 entlässt man ihn mit dem "Charakter als Oberst" aus dem Heerdienst. In den folgenden Jahren stellt sich Hans Georg Hofmann Hitler ganz zur Verfügung. Er wurde Führer der bayerischen SA, die damals noch nicht organisiert war, bildete SA-Trupps in Niederbayern, Oberpfalz und Unterfranken und avancierte schließlich zum SA-Obergruppenführer und endlich zum Chef der SA in ganz Süddeutschland einschließlich der Pfalz. Als Inspekteur der SA für Bayern und Sachsen ab Januar 1933 überträgt die herrschende Partei ihm im April 1933 das Amt des Regierungspräsidenten von Ober- und Mittelfranken.

Die Zeitung "Frankisches Volk" schreibt am 11. April 1933 folgendes:

"Im Laufe des heutigen Montag übernahm der neue kommissarische Regierungspräsident Oberst Hofmann die Geschäfte der Kreisregierung von Mittel- und Oberfranken, nachdem sich bereits um neun Uhr vormittags der bisherige Staatsrat Dr. Röhmer [Regierungspräsident von Mittelfranken von 1928 bis zum 31. Dezember 1932, Regierungspräsident von Ober- und Mittelfranken vom 1. Januar bis zum 11. April 1933] von seinen Beamten und Mitarbeitern verabschiedet hatte."

Nur Kurze Zeit - bis Juni 1934 - leitete Hofmann die Präsidialgeschäfte; er versuchte gerecht zu sein und bemühte sich, Negativa abzuwenden.

Im Juli 1934 wurde er als Staatssekretär zum Reichsstatthalter Epp abberufen. Auch hier versuchte er den geringen noch möglichen Einflus im bestmöglichsten Sinne auszuüben. 1937 verlieh ihm Hitler den Titel eines Generalmajors.

Am 31. Januar 1942 verstirbt Hans Georg Hofmann wird mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt.


Quelle: 31
http://www.regierung.mittelfranken.bayern.de