Inhaber der Postei
war der Vetter von
Johann Gottfried von Meyern
zu. Auf seine Bewerbung hatte er am 16. Oktober 1708 die Thurn- und Taxis‘sche
Postmeisterstelle in Bayreuth erhalten, die recht einträglich gewesen
zu sein scheint. Denn nach wenigen Jahren begann er mit dem Kauf von Grundstücken
aus dem 1713 aufgelösten Rittergut Bockshof, das er bis zum Jahre 1721
so ziemlich im ganzen Umfang in seinen Besitz brachte. Außerdem erwarb
er 1738 das heute unter dem Namen Postei bekannte Gebäude in der Friedrichstraße,
wohin er das Postamt verlegte, das früher im Hause der jetzigen Reichshoflichtspiele
untergebracht war. Zwei Jahre vorher war es ihm durch Vermittlung seines
ältesten Sohnes Adam Anton Meyer, der als Brandenburgisch-Kulmbachischer
Geh. Legationsrat in Wien tätig war, gelungen, von Kaiser Karl VI. geadelt
zu werden. So sind also
beide Familien zu
Adelstiteln gekommen. Beide führten im oberen Wappenfeld den schwarzen
Reichsadler und im unteren einen Sporn mit drei Maiblümchen auf rotem
Grund. Als einziger Unterschied befindet sich auf dem Wappen des
Johann Simon von Meyern
über dem Adler eine Krone, die auf dem jüngeren Wappen des Johann
Anton fehlt. Von dem eben erwähnten Sohn Adam Anton sei noch vermerkt,
daß dieser 1743 in Bayreuth Vorsitzender des Kammer-Collegiums und
nach dem Sturze
Supervilles Kanzler der Universität
Erlangen wurde. Der Vater Johann Anton von Meyern ist im Jahre 1762 im Alter
von 86 Jahren in Bayreuth verstorben.