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| * 12.06.1769 (Wunsiedel) † 14.09.1825 (Bayreuth) |
| Marianna Katharina Leers: * 04.10.1764 † 22.12.1832 (Bayreuth) |
Magistratsrat Christoph Friedrich Leers und seine Ehefrau Marianna Katharina stifteten 1871 das nach ihnen benannte Waisenhaus an der Bernecker Straße.
F.C. Leers war von 1823 bis zu seinem Tod im Jahre 1825 als Magistratsrat
Kontrolleur der Sparkasse. Der in Wunsiedel geborene Leers, dessen Vorfahren
aus den Niederlanden stammten, hatte die heruntergewirtschaftete Fayencenfabrik
in St. Georgen übernommen und konnte sie wieder leistungsfähig
machen. Außerdem war Leers der Leiter einer Steingutfabrik, die später
von Johann Christian Schmidt aufgekauft wurde.
Bekannt und angesehen war er vor allem aufgrund seines sozialen Engagements.
Jedes Jahr stiftete er Geld für die Kirche, für bedürftige
Studenten u.a. 1818 erhielt er die goldenen Zivilverdienstmedaille. Diese
wurde ihm besonders für seine Verdienste, die er sich während
der Bekämpfung der Teuerung von 1816 erworben hatte, verliehen. Sein
Testament stellte gewissermaßen die Krönung seiner sozialen
Tätigkeiten dar; weil er mit seiner Frau Marianna Katharina Leers
kinderlos blieb, verfügte er eine Stiftung, mit der ein Weisenhaus
errichtet und unterhalten werden konnte.
Heute befindet sich dort das Schreibmaschinenmuseum.
Mit Urkunde vom 12.06. und 04.l0.1821 wurde von dem
Kaufmann- und Fabrikbesitzersehepaar Leers in Bayreuth eine Stiftung
gegründet mit dem Zweck armen Waisenkindern Unterkunft, Erziehung
und Vorbereitung auf einen künftigen Beruf zu gewähren. Nach
dem Willen der Stifter soll die Stiftung den Namen "Leers'sche Stiftung
für arme Waisenkinder" für alle Zeiten führen. Für
die Unterbringung der Waisenkinder und der Pflegeeltern wurde das Haus
Nr. 70 "auf dem Brandenburger" nebst Grundstücken (Wiesen und
Felder) sowie 31.200 Gulden von den Stiftern als Vermögen
eingebracht. Die Errichtung des Waisenhauses wurde lt. Urkunde erst mit
dem Ableben der Stifter wirksam. Von Seiten der Stifter war die
Aufnahme von 6 Knaben und 6 Mädchen vorgesehen, nach
50jährigem Bestehen, ("wenn durch die angefallenen
Erträgnisse, sich das Kapital vermehrt hat") sollte die Zahl der
aufzunehmenden Waisenkinder verdoppelt werden. Die Erziehung und
Ausbildung der Kinder. war durch eine von den Stiftern erlassene
Lebensordnung in allen Teilen geregelt worden. Im März 1835, nach
dem Ableben. der Stifter wurde das als Waisenhaus vorgesehene
Gebäude vom Stadtmagistrat übernommen und seiner Bestimmung
zugeführt. In dem Jahre 1901 wurde ein neues Gebäude
errichtet, das im 2.. Weltkrieg für Wohnzwecke "beschlagnahmt"
wurde; es konnte bis heute seiner Bestimmung noch nicht zugeführt
werden.