Martin Kittner

Ringer

und Bruder von Markus Kittner

Wohnort: Goldkronach
Beruf: Mediengestalter

* 16.05.1978 (Bayreuth)

"Ich begann mit vier Jahren beim 1.AC Bayreuth das Ringen. Mein Vater und auch mein älterer Bruder haben schon gerungen, so wurde ich immer mit zum Training genommen." Er wusste als Kind eigentlich gar nicht, dass es noch andere Sportarten außer Ringen gibt.
Die Ausbildung zum Mediengestalter absolvierte er in Weißenstadt, Druck und Medien Späthling. Arbeitete danach in der elterlichen Druckerei Kittner in Goldkronach.

Sportliche Stationen:
1. AC Bayreuth bis 1988
SpVgg Goldkronach bis 1995
RSV Greiz (Thüringen): 1. Bundesliga bis 2003
AV Markneukirchen(Sachsen): 1. Bundesliga seit 2003
AC Lichtenfels

Sportlich Erfolge:
11facher Bayerischer Schülermeister
6facher Deutscher Jugend- und Juniorenmeister
2. Platz WM Jugend
6. Platz EM Junioren
5. Platz EM Junioren
mehrfacher Thüringer Seniorenmeister
2facher Mitteldeutscher Seniorenmeister
4. Platz Militärweltmeisterschaft
2. Platz DM Senioren
Mit RSV Greiz Halbfinale Deutsche Mannschaftsmeisterschaft
Mit AV Markneukirchen Gruppensieger der 1. Bundesliga Nord

Sein größter Erfolg: Martin Kittner holt sich den Weltcup-Sieg in Polen (bis 55 Kilo).


Martin Kittner (rot) beim Ringen
auf dem Volksfestplatz am 06.06.2004
gegen den AC Lichtenfels

Matthias Fornoff und Martin Kittner
- Volksfestringen Juni 2004

Matthias Fornoff und Martin
Kittner - Volksfestringen Juni 2004

Martin Kittner und Florian Dörfler (Juni 2004)



(Foto 1 und die beiden "Passbilder" von Markus Barnick, die Fotos 2 - 4 stammen von Stephan Müller, die Fotos 5 - 7 von Martin Kittner selbst)

Quelle: 5
Danke an Martin Kittner und an Stephan für die Bilder und für die Infos

 

30. September 2006:

Martin Kittner erleidet Querschnittslähmung

Der tragische Sportunfall vom Wochenende vom 30.09.2006 entwickelte sich leider zum folgenschweren Schicksalsschlag für Martin Kittner und dessen Angehörige. Der Ringer aus Lichtenfels (bei Bayreuth) war bei einem Kampf auf den Kopf gestürzt, hatte sich zwei Halswirbel gebrochen. Er ist seitdem querschnittsgelähmt, kann nur den rechten Arm leicht bewegen.
Vater Herbert musste alles mit ansehen. „Ich dachte: Oha, da hat er sich wehgetan. Martin hat nicht geschrien, lag hilflos da, konnte sich nicht bewegen.“
In Schweinfurt wurde Kittner vier Stunden operiert. Chefarzt Dr. Uwe Vieweg: „Dabei wurde der vierte bis siebte Halswirbel versteift, um das Rückenmark zu entlasten.“ Kittner ist weiter an eine Beatmungsmaschine angeschlossen.
Sehr wahrscheinlich wird Martin Kittner seine Beine nie mehr bewegen können. Er kann zwar inzwischen wieder sprechen, aber immer noch nicht einmal seine Arme bewegen. Einzig das Gefühl stellt sich teilweise wieder ein.

Wer hätte am 5. November 1988 gedacht, dass die hoffnungsvolle Karriere des Martin Kittner so tragisch enden würde.
Damals war das erst zehnjährige Ringer-Talent bei „Wetten, dass...?“ zu Gast. Martin wettete bei Thomas Gottschalk, dass er in einer Minute mehr Brückenüberschläge machen kann als die Passarelli-Brüder. Kittner gewann gegen die Ringer-Stars – und wurde von Gottschalk auf den Schultern getragen.
Knapp 18 Jahre später steht der Ringer nun vor seinem größten Kampf.

Vater Herbert, Mutter Emmi und Freundin Birgit (studiert Medizin) sind an seiner Seite. Auch der Verein hilft. Lichtenfels‘ Vorsitzender Dominik Rischawy, der für das Wochenende alle Kämpfe abgesagt hat: „Im Internet gibt es ein Gästebuch. Es hat schon über 400 Einträge.“
Unter anderem von Ex-Weltmeister und Bundestrainer Alexander Leipold (hatte drei Schlaganfälle): „Ich dachte sofort an meine Zeit mit den Schlaganfällen zurück. Es ist brutal hart, was mit ihm passiert ist. Wir können nur beten.“
Vater Herbert Kittner ist voller Hoffnung: „Martin kann schon wieder lächeln. Wir werden kämpfen. Mein größter Wunsch ist, dass er wieder bei mir in der Druckerei arbeitet.“

Martin Kittner wurde einige Tage in der Schweinfurter Klinik behandelt, und anschließend für Reha-Maßnahmen nach Bayreuth verlegt. Martin Kittner hat nach der schockierenden Diagnose wieder Mut gefasst und wird sich dem nun anstehenden schwierigen Kampf stellen, so Matthias Fornoff.


Ein Mensch fühlt ganz besonders mit: Der Georgier Georgi Gelashiwili (25). Er war am letzten Samstag auf der Matte der Gegner von Kittner.
BILD besuchte Gelashiwili in Mömbris, einem kleinen Ort in der Nähe von Aschaffenburg (Unterfranken). Der Olympia-Kandidat bekommt bald einen deutschen Pass. Gelashiwili ist völlig fertig: „Immer wieder frage ich mich: Warum? Dieses Wort lässt mich nicht mehr los.“ Drei Nächte hat er gar nicht schlafen können. Die dramatische Szene beim Kampf seiner RWG Mömbris-Königshofen II beim AC Lichtenfels hat er ständig vor sich. „Martin fiel, ich ließ ihn liegen. Da sah ich in seine Augen und wusste: Es ist was passiert.“ 30 Minuten dauerte es, bis der Krankenwagen kam.Georgi: „Ich saß neben ihm, hielt seine Hand. Ich fragte: ‚Martin, was ist mit dir?‘ Doch er antwortete nicht.“ Die niederschmetternde Diagnose (zwei Halswirbel gebrochen) erfuhr der Freistilspezialist erst später. „Das war ein Schock. Mir fehlten die Worte. Seitdem habe ich nichts mehr unter Kontrolle.“ Sein sehnlichster Wunsch: „Ich will Martin so schnell wie möglich besuchen und ihm alles Gute wünschen.“ Keiner macht ihm Vorwürfe. Das betont besonders Herbert Kittner, Martins Vater: „Georgi wollte gewinnen, das ist normal. Das war ein tragischer Sportunfall.“ Gestern Abend stand Georgi gegen Goldbach wieder auf der Matte. „Meine Teamkollegen meinten, es sei wichtig für mich.“

Mittlerweile hat der ebenfalls querschnittsgelähmte Ex-Turner Ronny Ziesmer (27) einen Brief an Kittner geschrieben. Darin steht: „Ich wünsche Dir, dass Du niemals mit dem Kämpfen aufhörst. Zieh durch, es gibt dazu keine Alternative.“

Ziesmer will Kittner mit seiner Stiftung „Allianz der Hoffnung“ helfen.
Im August hatte der Franke, der zu den Kandidaten für das Olympia- Team 2008 in Peking in der Gewichtsklasse bis 55 kg gehörte, den Großen Preis von Warschau im griechisch-römischen Stil gewonnen.

Quelle: AC-Lichtenfels und die Bild-Zeitung (Sebastian Kayser und Thomas Sulzer)

Bericht bei Bild
AC-Lichtenfels - Spendenkonto
Spendenkonto Martin Kittner Peking 2008 und

Spendenkonto Martin Kittner, AC Lichtenfels

Konto Nr. 90 94 855
Bankleitzahl 783 500 00 – Sparkasse Lichtenfels

Verwendungszweck: Martin Kittner

Folgende Bilder sind geschützt und von mir etwas verkleinert und nachbearbeitet. Wer eine Kopie der Originale (Breite 2000 - 3000 Pixel) haben möchte, soll sich mit mir in Verbindung setzen:

Quelle: Markus Kittner


Quelle: Nordbayerischer Kurier und eigene Recherchen