Freiherr Philipp Andreas von Ellrodt

* 04.08.1707 (Bayreuth)
† 01.01.1767
Reichsgraf zu Reipoltskirchen, Erb- und Gerichtsherr zu "Droßenfeld", Lausniz und Neunhofen. Erster Geheim-Minister. Zeitweise auch Hofkammerpräsident. Das Stammschloss der Familie Ellrodt befand sich in Neudrossenfeld.















Die beiden Bilder rechts (Philipp Andreas und Anna Maria Sophie von Ellrodt) sind Gemälde von Per Krafft.

Die beiden farbigen Bilder oben rechts von Ph.A. Ellrodt und seiner Frau Anna Maria Sophie entstanden auf dem Höhepunkt der Karriere von Ellrodt, 1763, als er in den Stand eines Reichsgrafen erhoben wurde. In die Wiege gelegt war ihm das nicht: Bürgerlich geboren, arbeitet er sich vom Geheimsekretär die höfische Stufenleiter hinauf zum Premierminister des Fürstentums Brandeburg-Bayreuth. Ellrodts Höhenflug indes war nicht von langer Dauer. Bereits 1765 stolperte er über eine Hofintrige und wurde seiner Ämter enthoben. 1767 starb er, während seine Frau ihn um 20 Jahre überlebte. Aufstieg und Fall des Ehepaares waren von einer privaten Katastrophe überschattet: Es verlor alle seine Kinder binnen weniger Jahre. Das Portrait des Sohnes Friedrich ergänzte die beiden der Eltern zu einer repräsentativen Gemäldetriga; seit 1930, als die Stadt dieses Porträt dem bulgarischen Exzaren Ferdinand schenkte, ist es verschwunden.

Quelle: 6 (17.04.1984),19,20