Reichsgraf zu Reipoltskirchen, Erb- und
Gerichtsherr zu "Droßenfeld", Lausniz und Neunhofen. Erster
Geheim-Minister. Zeitweise auch Hofkammerpräsident. Das
Stammschloss der Familie Ellrodt befand sich in Neudrossenfeld.
Die beiden farbigen Bilder oben rechts von Ph.A. Ellrodt
und seiner Frau Anna Maria Sophie entstanden auf dem Höhepunkt der
Karriere von Ellrodt, 1763, als er in den Stand eines Reichsgrafen
erhoben wurde. In die Wiege gelegt war ihm das nicht: Bürgerlich
geboren, arbeitet er sich vom Geheimsekretär die höfische Stufenleiter
hinauf zum Premierminister des Fürstentums Brandeburg-Bayreuth.
Ellrodts Höhenflug indes war nicht von langer Dauer. Bereits 1765
stolperte er über eine Hofintrige und wurde seiner Ämter enthoben. 1767
starb er, während seine Frau ihn um 20 Jahre überlebte. Aufstieg und
Fall des Ehepaares waren von einer privaten Katastrophe überschattet:
Es verlor alle seine Kinder binnen weniger Jahre. Das Portrait des Sohnes Friedrich ergänzte die
beiden der Eltern zu einer repräsentativen Gemäldetriga; seit 1930, als
die Stadt dieses Porträt dem bulgarischen Exzaren
Ferdinand schenkte,
ist es verschwunden.