Ludwig Ruckdeschel


* 15.03.1907 (Bayreuth)
† 11.08.1986 (Wolfsburg)

SS-Brigadefuhrer/SS-Hauptsturmfuhrer d.R./Stellvertreter Gauleiter/M.d.R

Schemms früherer Weggefährte ist nach dem gewaltsamen Tod des verhassten Wächtler für wenige Tage selbst Gauleiter. Seine Frau ist eine Vertraute Hitlers aus Münchener Tagen.

Wichtiger Hinweis: Ruckdeschel war eine Leitfigur des Nationalsozialismus in Bayreuth. Ich distanziere mich hier nochmals ausdrücklich von jeglichem nationalsozialistischem Gedankengut.

Enger Begleiter Schemms war Ludwig Ruckdeschel, gelernter Kaufmann, der von Beginn an die am 01.02.1926 gegründete Bayreuther SS leitete und im gleichen Jahr offiziell mit der Geschäftsführung der Ortsgruppe betraut wurde. Ruckdeschel, der eher im Hintergrund wirkte, organisierte die Veranstaltungen und richtete einen Vertrieb von völkischen und nationalsozialistischen Zeitschriften ein, speziell baute er für Streichers "Stürmer" ein Vertriebsnetz in Bayreuth und Umgebung auf.
Ruckdeschel ließ zum Kriegsende den Regensburger Domprediger auf dem Domplatz aufhängen, da dieser die Stadt kampflos übergeben wollte. Außerdem ließ er (vermutlich) Wächtler hinrichten. Im Krieg verlor er seinen rechten Arm. Er wurde ca. 1952 aus der Haft entlassen und arbeitete dann im VW-Werk in Wolfsburg, wo er Besucher durch das Werk führte. Auch heiratete er wieder. Was  mit seiner ersten Frau passierte, ist  (mir) unbekannt.


Lebenslauf:
15.03.1907
Geboren

Volksschule, Handelsschule.
1921-1922 Völkische Jugendbewegung.
1923 Eintritt in die NSDAP, gleichzeitig Eintritt in die SA.
1925 Wiedereintritt in die NSDAP (Mitgl.Nr.: 29.308).
1926-1928 Geschäftsführer der Ortsgruppe und Bezirksleitung der NSDAP in Bayreuth. Mitglied der SS (SS-Mitgl.Nr.: 234.190).
Ab Oktober 1928 Gaugeschäftsführer und Gaupropagandaleiter der NSDAP für den Gau Oberfranken.
1. Februar 1933 bis 05.1945 Gaugeschäftsführer und stellvertr. Gauleiter der NSDAP für den Gau Bayerische Ostmark.
20. Oktober 1934 Eintritt in die SS (Mitgl.Nr.: 234.190).
9. November 1941 SS-Brigadeführer.
12. November 1943 Mitglied des Reichstages (Wahlkreis Niederbayern).
19. August 1944 Führer der 6.Kompanie/SS-Panzer Rgt. 12 in der 12. SS-Panzer-Division "Hitlerjugend".

Auszeichnungen:

Deutschen Kreuz in Gold: 19. Aug. 1944 as SS-HStuf.d.R. and Fhr., 6./SS-Panzer-Regiment 12, 12.SS-Panzer-Division "Hitlerjugend", Normandy;
1939 EK I/II; [Panzerkampf?]abzeichen; Verwundetenabzeichen, 1939 in Schwarz; Goldenes Parteiabzeichen; Dienstauszeichnungen der NSDAP; Ehrendegen des RF SS/Totenkopfring der SS.


Obige Bilder wurden privat nach dem Krieg gemacht
Auf dem Bild sieht man nicht, dass er im Krieg seinen rechten Arm verloren hat.

Quelle: 3,5,8,17,20