Friedrich Karl Graf von Thürheim

* 14.03.1763
† 10.11.1832 (Ansbach)
(nach anderer Quelle * 1762)

Generalkommissäre des Mainkreieses von 1810 - 1814. Staatsminister des Inneren

katholisch, OO 23.01.1785 mit Walburga Frn. v. Weiches (kinderlos); 1803 Präsident beider fränkischen Landesdirektionen in Bamberg und Würzburg und a. o. Generalkommissär, 1808 Generalkommissär in Nürnberg für den Pegnitzkreis, 1809 vorübergehend Hofkommissär in Innsbruck (Tiroler Aufstand, Andreas Hofer), 1810 Generalkommissär des Mainkreises in Bayreuth, 1814 wirklicher geheimer Rat, 1817 Staatsminister, 1828 Ruhestand.

Quelle: 83,85

Der erste Generalkommissar unter der bayerischen Krone in Bayreuth (und als solcher ein Vorläufer der späteren Regierungspräsidenten) wurde Friedrich Karl Graf von Thürheim (1762 - 1832). Der gebürtige Schwabe, der mit Friedrich Schiller die Karlsschule besucht und Rechtswissenschaft studiert hatte, konnte bereits auf wertvolle Erfahrungen im bayerischen Staatsdienst zurückblicken, als er nach Bayreuth kam: Er hatte 1806 als bayerischer Bevollmächtigter das Fürstentum Ansbach von Preußen übernommen und war 1808 als Generalkommissar des Pegnitzkreises in Nürnberg tätig gewesen. Als Generalkommissar des Mainkreises fungierte er von 1810 bis 1817 Seine Ernennung zum bayerischen Innenminister zeigt, dass seine Bayreuther Amtsführung erfolgreich war und in München gebührende Anerkennung fand. Es war sein Verdienst, die schwierige Integrationsphase der neuen Landesteile im nördlichen Bayern gemeistert zu haben.

Quelle: 18 (S. 140 f.)